Was ist ein Bambusbrett?

Wie entsteht aus Bambus-Stämmen ein Bambusbrett? Wir erklären den Produktionsprozess vom Anbau der Pflanze über die Ernte bis hin zum Schneidebrett.

Vom Bambuswald zum Bambusbrett

Wachstum in Rekordzeit: Bambus

Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanzenarten der Welt – das macht diese natürliche Ressource so nachhaltig. In der Wachstumsphase kann man dem Bambus wortwörtlich zusehen – er wächst dann bis zu einem Meter pro Tag. Nach der Wachstumsphase muss der Bambus fünf Jahre aushärten, dann ist er erntereif. Dieser sehr schnelle Zeitraum vom Anpflanzen bis zur Erntereife macht Bambus so umweltfreundlich. Zum Vergleich: Bäume benötigen zwischen 50 und 100 Jahren, um schlagreif zu werden.

Wie entsteht ein Bambusbrett?

Die meisten Menschen kennen die hohlen, unregelmäßigen Bambusstäme durch Zierbambus, tropische Dekorationen oder aus dem Botanischen Garten. Diejenigen, die schon einmal in einem Bambuswald spazieren gegangen sind, wissen, wie faszinierend diese Pflanze ist. Letztendlich sind Bambusstämme riesige Grashalme, denn Bambus ist ein Gras und kein Holz. Der höchste Bambus der Welt ist über 40 Meter hoch. Phyllostachys edulis, die Bambus-Art, aus der unsere Bambus Schneidebretter entstehen, wächst bis zu 20 Meter hoch und hat dann einen Durchmesser von 10-12 cm.

Sobald die Bambusstämme ausgehärtet sind, werden sie geschlagen. Anschließend wird die grüne Rinde entfernt und der Bambus wird in Längsrichtung zu Lamellen gesägt. Diese noch unbehandelten Bambuslamellen werden gedämpft, getrocknet und komprimiert und miteinander zu Flächen verleimt. Die schöne fasrige Struktur von Bambus mit seinen charakteristischen Knoten, ist jedem unserer Schneidebretter auf der Oberfläche anzusehen, bei genauerer Betrachtung sieht man auch die einzelnen, miteinander verleimten Lamellen. Die seitliche Ansicht eines Bambusbretts zeigt, wie jeweils fünf dieser Flächen kreuzweise miteinander verleimt werden. Dadurch bekommen die Schneidebretter Ihre finale Dicke. Außerdem wird durch die abwechselnd gegenläufige Faserrichtung der einzelnen Lagen ein Wölben der Platten weitgehend verhindert. So bleiben unsere Schneidebretter immer schön gerade.